Beendigung der elternzeit wegen mutterschutz Muster

7 Die Möglichkeit des Anspruchs auf Mutterschaftsurlaub ohne Anspruch auf Geldleistungen wird durch die unterschiedlichen Bestimmungen, die den Anwendungsbereich des Übereinkommens Nr. 103 und des Übereinkommens Nr. 102 über Mindeststandards der sozialen Sicherheit definieren, deutlich veranschaulicht. Ecuador (unbezahlt), Irak, Jamaika (weitere 3 Wochen möglich), Kuwait (unbezahlt), Niederlande, Arabische Republik Syrien (einschließlich Mutterschaftsurlaub), Vereinigte Arabische Emirate (unbezahlt). Der Kündigungsschutz nach dem Übereinkommen Nr. 103 scheint eines der Elemente des Mutterschutzes zu sein, die in den Mitgliedstaaten, in denen der in diesem Bereich gewährte Schutz den meisten Änderungen erfahren hat, zunehmend vom Geist des Übereinkommens abweichen. Dafür gibt es zwei Gründe. Der erste ist historisch und beruht auf der Tatsache, dass das Übereinkommen Nr. 103 vor mehr als vier Jahrzehnten angenommen wurde, zu einer Zeit, als der Schutz der Arbeitnehmer als Gruppe vor Entlassung noch unentwickelt war und nur für bestimmte Kategorien galt, die als besonders „gefährdet” angesehen werden und besondere Garantien benötigen, wie Frauen im Mutterschaftsurlaub oder Gewerkschaftsvertreter. Der zweite Grund, der damals nicht klar formuliert wurde, hängt eng mit dem wachsenden Beharren darauf zusammen, dass der Mutterschutz eine Voraussetzung für echte Chancengleichheit und Gleichbehandlung von Männern und Frauen ist.5 Zwei Beispiele veranschaulichen diese Entwicklungen. Eine davon ist die Annahme des Arbeitsbeendigungsübereinkommens 1982 durch die Internationale Arbeitskonferenz 1982 (Nr. 158).

Vor diesem Zeitpunkt war diese Frage erst durch eine 1963, elf Jahre nach Annahme des Übereinkommens Nr. 103.6 angenommene Empfehlung behandelt worden. Diese Änderungsanträge stellen eine grundlegende Änderung des rechtlichen Ansatzes nicht nur in Bezug auf den Kündigungsschutz dar, sondern auch auf die Frage, was eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts darstellt. Seit dieser Änderung wird jede Entlassung einer Frau im Vereinigten Königreich aus Gründen der Schwangerschaft als unrechtmäßig angesehen, und die Entlassung einer Frau allein deshalb, weil sie schwanger ist, scheint nun auch eine diskriminierungsfreie Behandlung aufgrund des Geschlechts zu sein – ohne dass ein Vergleich mit einem Mann erforderlich ist, wie dies in der Vergangenheit der Fall war.7 2 Wie es der Sachverständigenausschuß für die Anwendung von Übereinkommen und Empfehlungen 1965 bei der Prüfung der einzelstaatlichen Rechtsvorschriften und Gepeinigten in Fragen des Mutterschutzes getan hat, ist festzustellen, daß das Verbot „einen Arbeitgeber, der seine Tätigkeit beendet, oder einen Arbeitgeber, der einen schwerwiegenden Fehler einer seiner Arbeitnehmerinnen aufstellt, nicht verpflichtet, den Arbeitsvertrag einer schwangeren oder inhaftierten Arbeitnehmerin aufrechtzuerhalten. , trotz Kündigungsgründen, sondern lediglich zur Verlängerung der kündigungsrechtlichen Kündigungsfrist auf den Höchstbetrag durch eine zusätzliche Frist, die der für die Erfüllung der Schutzfrist erforderlichen Schutzfrist entspricht …”.